Nach all den Aufregungen, die im Laufe des Festivals entstanden sind, gibt es aber doch Positives zu berichten. Natürlich hat mich die Umplanung der Konzerte am Samstag völlig aus dem Konzept gebracht: eigentlich wollte ich um 20 Uhr auf dem Festivalgelände sein und mich bis in die Morgenstunden beschallen lassen. Das konnte ich mir leider abschreiben. Stattdessen fiel ich regelrecht aus dem Bett und musste schnell einen Plan B entwickeln. So oder so ähnlich musste es vielen gegangen sein. Ich bin mir gar nicht sicher, ob alle von den Umstellungen und Änderungen (rechtzeitig) Wind bekommen haben.
Die Konzerte, die ich miterlebte, waren toll. Mit Adam Green begann alles und mit Hot Chip endete es.
Adam ist ein lustiger und recht unterhaltsamer Bursche, der mit „Kevin allein zu Haus“, sprich Macaulay Culkin (was für ein Name) „Wind of Change“ im Duett sang. Beide warfen sich in die Zuschauermenge und ließen sich tragen, wie schön und gefährlich, haha. Das Konzert haute mich nicht um, war aber, wie erwähnt, recht unterhaltsam. Aber Hauptsache, die echten Fans kamen auf ihre Kosten!
Das LCS Soundsystem, ja. Ich
kenne außer dem Namen eigentlich gar nichts von denen. Aber ich kann sagen, die machen ganz gut Stimmung! Kann man sich durchaus geben. „Gesanglich“ nicht ganz mein Fall, aber musikalisch tiptop. Gute Stimmung beim Publikum, sie spielten zu recht auf der Hauptbühne. Ich konnte mich trotzdem rechtzeitig losreißen, um mir einen guten Platz bei Robyn zu sichern.

Weiter ging es also mit Robyn, die mich von den Socken und aus den Puschen haute. Musikalisch ein Highlight, nette Bühnenshow mit viel Laserlicht. Sie gab alles und tanzte sich die Seele aus dem Leib und brachte die Halle zum Beben. Das nächste Mal sollte die Dame vielleicht auf der Hauptbühne auftreten, dann haben wenigstens alle ihren Spaß. Sie rundete mit „Every Heartbeat“ einen gelungenen Auftritt ab. Dankeschön, liebe Robyn und gerne wieder.

Glücklicher Weise interessierten mich die Editors nicht (das Konzert soll aber laut Fan-Aussage „ganz toll“ gewesen sein), so dass ich mich nicht vom Hangar 4 Gelände weg bewegte und auf Fever Ray wartete. Bon Homme überbrückte gekonnt, ich muss aber gestehen, ich hörte ihm nur halbherzig zu. Fever Ray ließ sich dann Zeit, bis die ersten richtigen Töne zu vernehmen waren. Geknarsche und Gebrumme waren die Vorboten des magischen Moments – und endlich ging es los! Ich erwartete nichts und bekam die volle Packung. Leider kamen nicht alle in den Genuss dieser obskuren und geheimnisvollen Vorstellung. Es hätte noch Platz für wartende und ausgeschlossene Fans gegeben. Die Bühne lag fast vollständig im Dunkeln, es war recht nebelig und zu sehen waren eigentlich nur blinkende Wohnzimmerlampen und die Konturen irgendwelcher…Menschen? Ich weiß nicht, wer da vorne stand, aber Stimme und Ambiente und Sound waren ganz fantastisch. Auch hier ein Dankeschön an unbekannt.
Caribou war mir leider zu trantütig, aber auch hier gehen die Meinungen auseinander. Ein Fan meinte, das Konzert war (zumindest) besser, als das letzte, was dieser Fan erlebte. Nun gut, so sei es, ich war aber enttäuscht.
WER von Euch hat gemuht?

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